Die britische Rockband The Rolling Stones mit ihren Mitgliedern Mick Jagger (M), Keith Richards (r), Ronnie Wood (l) und Charlie Watts, hier bei einem Konzert in Wien im Jahr 2014. - © dpa
Die britische Rockband The Rolling Stones mit ihren Mitgliedern Mick Jagger (M), Keith Richards (r), Ronnie Wood (l) und Charlie Watts, hier bei einem Konzert in Wien im Jahr 2014. | © dpa

Kultur Die Rolling Stones haben den Blues

„Blue & Lonesome“: Die britischen Rock-Opas überraschen mit einem energiegeladenen, archaisch rumpelnden Alterswerk. Ein Kreis schließt sich

Bielefeld. Keith Richards hat es immer gewusst: „Einfach reingehen, loslegen und fertig." So beschreibt der Rolling-Stones-Gitarrist in seiner Autobiografie die nach seiner Ansicht perfekte Arbeitsweise im Studio. 1969 in Muscle Shoals hat sein Rezept bestens funktioniert: „Brown Sugar", „Wild Horses" und „You Gotta Move", drei Tracks für die Ewigkeit, in drei Tagen auf Band verewigt. Auch für „Blue & Lonesome", dem heute erscheinenden neuen Album mit Blues-Coverversionen, nahmen sich die Rolling Stones nur drei Tage Zeit. Herausgekommen ist kein neues „Sticky Fingers", aber ein in jeder Hinsicht würdiges Alters-, wenn nicht Abschiedswerk. „Just Your Fool", der erste der insgesamt zwölf Titel, springt einen aus den Lautsprechern förmlich an. So energiegeladen, roh und lebendig hat man die Band ewig nicht gehört...

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