Dank: Dirigent Hagen Enke, Chor und Orchester nehmen den langanhaltenden Applaus des Publikums entgegen. - © Foto: Dohna
Dank: Dirigent Hagen Enke, Chor und Orchester nehmen den langanhaltenden Applaus des Publikums entgegen. | © Foto: Dohna

Kultur Eine großartig pragmatische Marienvesper

Oetkerhalle: Der Oratorienchor Bielefeld führte unter der Leitung Hagen Enkes das größte geistliche Werk Claudio Monteverdis auf

Bielefeld. Claudio Monteverdis Marienvesper ist eines der musikalischen Werke, die Musikfreunde gewöhnlich höchstens ein oder zwei Mal im Leben im Konzert hören. Der Oratorienchor Bielefeld führte das geistliche Werk jetzt in der Oetkerhalle auf, mit großem Erfolg. Die Zeit um 1600 war eine des Reichtums. Nicht unbedingt in der Breite der Bevölkerung. Die oberen Schichten hatten viel Geld zur Verfügung, das sie in Kunst und Kultur steckten. In der Musik ist das an der zunehmenden Stärke der Hof- und Kirchenkapellen abzulesen. Claudio Monteverdis „Vespro della Beata Vergine“ ist ebenfalls eines dieser überaus groß besetzten Werke. In ihm zeigt Monteverdi, was er kann und was die Musik um 1610 zu leisten vermag: instrumentale und vokale Doppel- und Mehrfachchöre, Solisten in vielfältigen Kombinationen, Madrigalisches, instrumentale und vokale Concerti...

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