Schwarz Einmachen, einfrieren, lagern

Mit Weihnachten stehen nun wieder zwei Feiertage vor der Tür. Hinzu kommt, dass viele Geschäfte auch an Heiligabend nicht öffnen werden. Das Chaos auf den Supermarktparkplätzen und an den Kassen an den Tagen ist vorprogrammiert. Aber soll man sich den Stress wirklich antun? Legt man sich nicht besser rechtzeitig Vorräte an?

Tina Gallach

Wir haben im Normalfall an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr die Möglichkeit einzukaufen. Lebensmittel, Klamotten, Geschenke. In Geschäften mit langen Öffnungszeiten – und 24/7 im Internet. Selbst wer einen 12-Stunden-Job hat, hat fast immer die Chance, irgendwo noch irgendetwas zu besorgen. Niemand muss nach Feierabend hungern oder sich Weihnachten verspannt entschuldigen, weil er es nicht mehr geschafft hat, wenigstens eine kleine Aufmerksamkeit zu besorgen. Vielleicht haben manche aber durch das Überangebot an Möglichkeiten verlernt, zu planen und vorzubereiten. Alles ist immer verfügbar. Schnell mit dem Handy in einen Onlineshop und schon ist die Waren zu Hause. Wie unpersönlich. Wie viel entspannender ist es doch, in Ruhe eine Liste zu schreiben, zum Großeinkauf zu starten und anschließend ein paar Tage einfach Ruhe zu haben. Ja, das ist oldschool. Aber das ist auch schön. Und jetzt sollen ausgerechnet am Heiligen Abend viele Geschäfte geschlossen bleiben. Für manchen anscheinend eine Katastrophe – darauf lässt jedenfalls der Aufschrei vor wenigen Wochen schließen, als besagter Ladenschluss die Schlagzeilen beherrschte. Er schien bei einigen eine regelrechte Panik auszulösen: „Was sollen wir Weihnachten verschenken, wenn wir nicht fünf Minuten vor der Bescherung noch einkaufen können?" Oder: „Was sollen wir essen?" Und das, obwohl ja nun schon länger bekannt ist, dass es Weihnachten nichts zu kaufen gibt. Kleiner Tipp an alle mit Weihnachtspanik: Jetzt schon mal den Zettel schreiben und einkaufen, was sich gut aufbewahren lässt. Alles andere vorbestellen und am 23. abholen. Oder den Lieferservice beauftragen, am 23. zu liefern. Und sonst? Vielleicht auf Omas Geheimrezept zurückgreifen: einmachen, einfrieren, lagern. Kartoffeln und Obst im Keller, Fleisch in der Truhe, Gemüse im Glas. Und dann: Frohe Weihnachten. Ohne Einkaufsstress in letzter Minute.

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