Weiss Zusammen ist man weniger allein

Zum Wintersemester sind viele Studenten wieder auf Wohnungssuche. Dabei stellt sich die Frage: 
Lieber alleine wohnen oder mit jemandem zusammenziehen, vielleicht sogar in eine Wohngemeinschaft? 
Unsere Autoren streiten darüber, welche Wohnform die beste ist

Julia Gesemann

Da muss ich nicht lange überlegen: Mit jemandem zusammenzuwohnen, bietet nur Vorteile. Ohne Zweifel. Egal, ob mit dem Partner, mit Freunden, Fremden oder im Alter – das Leben in einer Wohngemeinschaft ist einfach wunderbar. Was soll ich alleine im stillen Kämmerlein hocken, wenn ich in Gesellschaft das Leben genießen kann? WG-Partys, gemütliche Abende vor dem Fernseher oder das gemeinsame Kochen – schöne Momente in Gesellschaft, die man sein ganzes Leben lang nicht vergessen wird. Und nicht nur das: Zusammenleben spart auch noch Geld. Miete, Strom und Gas, Telefon und Internet – alle Kosten werden durch die Anzahl der Bewohner geteilt. Da klingelt die Freizeitkasse, es bleibt genug Geld für Discobesuche, Unternehmungen und Hobbys. Alleine wohnen ist keine Option. Wer soll denn für mich die fiesen Schlafzimmer-Spinnen rausbitten? Und wer vertreibt meine schlechte Laune? Mitbewohner sind immer für einen da. Sie hören zu, sie putzen, wenn einem selbst die Zeit fehlt, sie denken an die Müllabfuhrtermine und füllen auch mal den Kühlschrank, wenn es sein muss. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Klar kann das Zusammenleben manchmal anstrengend sein. Der Klodeckel ist ständig hochgeklappt, die Spülmaschine doch nicht wie vereinbart ausgeräumt worden und die dreckigen Socken des Mitbewohners liegen im Bad herum. Wen kümmert es? Da gibt es wahrlich Schlimmeres. Beispiel? Einsam abends auf dem Sofa hocken und sich langweilen. Oder: Etwas Wunderschönes erleben, nach Hause kommen und es ist niemand da, mit dem ich darüber reden kann. Nein, da nehme ich dreckige Socken in Kauf. Zusammenleben lehrt Toleranz, Rücksicht und Gelassenheit. Auch im Umgang mit anderen Personen. Und denken wir voraus, an ein WG-Leben in 30, 40 Jahren: Vorbei wäre es mit der Einsamkeit im Alter. Gemeinsam in Erinnerungen schwelgen, sich gegenseitig im Alltag unterstützen, Zeit miteinander verbringen. Großartig!

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