Schwarz Smart die Vorteile nutzen

Mit dem Schulanfang kommende Woche kommt in vielen Familien auch die Diskussion über ein Handy im Ranzen wieder auf. Mittlerweile schon, wenn die Kinder in die Grundschule kommen. Sollte man Mobiltelefone für die Kleinsten nicht besser verbieten? Unsere Autoren streiten darüber

Monika Dütmeyer

Fußball, Fangen, Verstecken – früher war in der Grundschule noch alles in Ordnung. Früher hat niemand ein Handy vermisst. Deshalb ist es im ersten Moment mehr als verständlich, dass sich viele die Grundschule weiter als handyfreie, romantische Zone vorstellen. Doch die smarten Begleiter haben auch dort ihre Berechtigung. Denn eine Sache wischen Smartphone-Gegner wie bei einer vermutlich vertrauten Handbewegung gerne beiseite: Weil es noch nicht erfunden war, hat früher auch kein Kind das Taschenphon vermisst. Das Essen wurde da noch aus dem Kochbuch zubereitet, Fotos wochenlang entwickelt und die Termine wurden auf dem Papierkalender in der Küche gesammelt. Heute sind es oft die Eltern selbst, die ihre Kinder zu „Digital Natives" machen. Und zwar durch ihr eigenes Smartphone-Nutzungsverhalten. Sie zeigen ihren Kindern bei Youtube eine Folge ihrer Lieblingssendung, Videos und Fotos von ihren Liebsten und vielleicht werden die Kids auch mal mit einem Spiel beschäftigt. Und warum? Weil ein Smartphone im Alltag praktisch und hilfreich ist. Die typische Wischbewegung beherrschen die meisten Kinder schon vor ihrem ersten Tag im Kindergarten. Akzeptieren wir diese gesellschaftliche Entwicklung, die sich wohl kaum aufhalten lässt und nutzen wir die Vorteile: Von Pädagogen richtig ausgewählte Lernspiele können die Entwicklung fördern. Selbst etwas zu filmen, macht Spaß und fördert die Kreativität. Die älteren Schüler können online und über Lernplattformen Lösungen bei Schulaufgaben finden. Um von den digitalen Möglichkeiten zu profitieren, ist es wichtig, nicht zu übertreiben. Eltern und Lehrer geben die Dosierung vor. Denn natürlich sollen Kinder auch weiter draußen toben und sich nicht nur in virtuellen Räumen begegnen. Und: Wenn der letzte Bus mal weg ist, können sie anrufen. Denn gelbe Telefonzellen gibt es fast keine mehr. Unromantisch, aber wahr.

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