Comics Veröffentlicht: "Asterix in Italien" erscheint am 19. Oktober

Björn Vahle
Marc Schröder

Paris. Zwei Jahre nach dem "Papyrus des Cäsar" ist nun der neue Asterix-Comic erschienen. "Asterix in Italien" ist das dritte Album des Autorenduos Jean-Yves Ferri (Text) und Didier Conrad (Zeichnungen). Der Comic ist in 25 Ländern weltweit ab dem 19. Oktober erhältlich. Die gallischen Helden sind wieder auf Reisen, nachdem sich das vorherige Abenteuer von Asterix und Obelix vornehmlich im gallischen Dorf abspielte. Es zieht sie nach Italien, dem Land der Vorfahren ihres Schöpfers Albert Uderzo. Im römischen Kerngebiet lässt Julius Cäsar ein Wagenrennen ausrichten, das dem Ansehen des Imperiums dienen und den Zusammenhalt der verschiedenen "italienischen" Völker stärken soll. Außerdem soll die Veranstaltung, zu dem alle seinerzeit bekannten Völker eingeladen sind, die Welt von dem einwandfreien Zustand des römischen Straßenwesens überzeugen. Cäsar stellt den Veranstaltern nur eine klare Bedingung: entsprechend Roms Ansehens, darf auf jeden Fall nur ein römisches Gespann den Sieg erringen. Da hat der Imperator natürlich nicht mit den schlagkräftigen Helden gerechnet hat. Auch sie haben sich zum Rennen angemeldet und setzen alles daran, die eitlen Römerträume zu stören. Geschichten-Klassiker Zwischen den beiden Bänden "Der Papyrus des Cäsar" und dem neuen "Asterix in Italien" hat der Verlag zwei Sondereditionen herausgebracht. Neben "Asterix erobert Rom" zum 40. Geburtstag des gleichnamigen Trickfilms, gab es im Sommer die Sonderedition "Asterix bei den Belgiern". Der letzte Asterix-Band, an dem Zeichner Uderzo und Autor Coscinny gemeinsam arbeiteten. René Coscinny verstarb 1977 und erst nach einigem Zögern vollendete Uderzo das letzte gemeinsame Werk, das 1979 als Album veröffentlicht wurde. An der Geschichte vom Besuch der Gallier im "Nachbarland" ändert sich in der Sonderauflage freilich nichts. Erzürnt über die Römer, die sich von den Strapazen des Krieges mit den Belgiern in der Nähe des gallischen Dorfes erholen. Bricht Häuptling Majestix mit den Titelhelden und Hund Idefix auf, um herauszufinden ob die Belgier wirklich tapferer sind als die Unbeugsamen Gallier. Und wer könnte besser als Schiedsrichter dienen, als der Oberbefehlshaber des gemeinsamen römischen Feindes? Natürlich Julius Cäsar selbst. Nach einiger belgischer Landeskunde und Gastauftritten des Manneken Pis, Radsportlegende Eddy Merckx oder der Hergé-Figuren Schulze und Schulze, und vielen vertrimmten Legionären, endet der Wettstreit Untentschieden. Abschließenden Wildschweinbraten-Gelage natürlich inbegriffen. Der Anhang der Sonderedition Auf den 16 zusätzlichen Seiten der Sonderauflage gibt es viele Hintergrundgeschichten, rund um Uderzo und Coscinny und ihre besondere Verbundenheit zu Belgien. Außerdem viele Details, die sich dem Leser ohne frankophilen Hintergrund nicht unbedingt erschließen. Zusätzlich gibt es Abdrucke von Originalskripten Coscinnys, auf deren Basis Uderzo die Zeichnungen anfertigte. Eines der besonderen Merkmale von "Asterix in Belgien" ist die ganzseitige Comic-Referenz an das Gemälde "Die Bauernhochzeit" von Pieter Bruegel dem Älteren. Die Bleistiftskizze Uderzos dazu findet sich auch im Anhang. Abgeschlossen wird dieser mit der zeichnerischen Hommage von Uderzo an Coscinny, in der sich die Titelhelden in Respekt verbeugen. Angefertigt bereits zum 25. Todestag des Szenaristen 2002. Nach dem Anschlag auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" ließ Uderzo die Skizze in Gedenken an die ermordeten Zeichner bei Twitter veröffentlichen.

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