A-ha in Halle: Ein prächtiger Abgesang

Zum Abschied noch einmal alle Hits

VON HANNA IRABI
"A-ha"-Sänger Morten Harket beim Auftritt im vollbesetzten Haller Gerry-Weber-Stadion. - © FOTO: REIMAR OTT
"A-ha"-Sänger Morten Harket beim Auftritt im vollbesetzten Haller Gerry-Weber-Stadion. | © FOTO: REIMAR OTT
A-ha spielt

in Halle alle Hits - © MUSIK
A-ha spielt
in Halle alle Hits | © MUSIK

Bielefeld. Ob sie sich dahin zurückziehen? "Build a home by the foot of the mountain. We could stay there and never come back", singt Morten Harket mit unverkennbarer Kopfstimme. Hinter ihm zeigt eine überdimensionale Videoleinwand idyllische Bilder von Bergen und Flüssen, vor ihm jubeln Tausende der Band begeistert zu.

Die Euphorie unter den Zuschauern ist von Anfang an groß. Sie sind gekommen, um die norwegischen Popband "A-ha", die sich im Dezember diesen Jahres auflösen will, ein letztes Mal spielen zu sehen.

Die Geschichte von A-ha steckt voller Superlative. Gegründet 1982, gelang es Morten Harket (Gesang), Pål Waaktaar-Savoy (Gitarre) und Magne Furuholmen (Keyboard) mit hymnisch-eingängigen Hits wie "Take on Me", "The Sun always Shines on TV" oder "Hunting High and Low" zum bekanntesten norwegischen Popact zu werden. Dass sie diese Ehre zu Recht tragen, bewiesen sie im Gerry-Weber-Stadion in Halle nun einmal mehr: Harkets samtweiche Stimme klingt kraftvoll und glasklar, die Videoausschnitte untermalen die Stücke perfekt, die Songauswahl ist abwechslungsreich und gelungen.

Harkets gesangliche Höchstleistungen

A-ha spielt die weltbekannten Klassiker, aber auch aktuellere Stücke wie "Analogue (All I Want)" oder "Butterfly, Butterfly (The Last Hurrah)". Bei "Move to Memphis" läuft Harket, der als einziger nicht in dunkler Jeans oder Anzug auf der Bühne steht, sondern ein leuchtend blaues Hemd zur hellblauen Jeans trägt und erst nach einigen Songs seine schwarze Sonnenbrille absetzt, zu gesanglichen Höchstleistungen auf. Auch die herrlich schwülstige Ballade "Stay on these Roads" markiert einen der Höhepunkte des Konzerts. Im Anschluss richtet Keyboarder Magne Furuholmen zum ersten Mal das Wort an die Zuschauer. Allerdings gibt sich der Norweger, der auffällige weiße Turnschuhe zu seinem anthrazitfarbenen Anzug trägt, eher wortkarg: Er begrüßt die Zuschauer herzlich und beteuert, dass die Band sich freue, heute Abend spielen zu dürfen.

Das Publikum hält es zwar größtenteils noch immer auf den Stühlen, der Stimmung tut dies jedoch keinen Abbruch. Und A-ha weiß diese immer weiter anzukurbeln: Die Musiker halten Mikrofonständer ins Publikum, zeigen Live-Bilder aus dem Stadion auf der Leinwand und blenden zusätzlich in riesigen Lettern das Wort "Halle" ein. Dann, für viele sicher viel zu schnell, verlassen sie die Bühne. Auf der Videoleinwand öffnet sich ein virtuelles Fotoalbum, dass die Geschichte der Band in Fotografien und Zeitungsausschnitte Revue passieren lässt.

Einige Minuten später treten Harket, Savoy und Furuholmen ein letztes Mal vor das Publikum: Mit "The Sun always Shines on TV" und "Take on Me" endet ein großartiges Konzert.

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