Reisen nach Berlin: Regisseur Jakob Gisik (v.l), die Produzenten Frank Büsching und Frank Flegaric sowie Marketing-Leiter Nil Alam können ihren Thriller „EneMe" auf der Berlinale präsentieren. In Zukunft plant das Quartett, einen Film in Bielefeld zu drehen. - © Foto: Dennis Bleck
Reisen nach Berlin: Regisseur Jakob Gisik (v.l), die Produzenten Frank Büsching und Frank Flegaric sowie Marketing-Leiter Nil Alam können ihren Thriller „EneMe" auf der Berlinale präsentieren. In Zukunft plant das Quartett, einen Film in Bielefeld zu drehen. | © Foto: Dennis Bleck

Bielefeld Bielefelder Produzenten präsentieren Film im Umfeld der Berlinale

Kino: Während des Filmfestivals werden Ausschnitte des Thriller „EneMe“ präsentiert. Hinter dem ambitionierten Projekt stecken zwei Ostwestfalen, die für die Zukunft große Ziele haben

Dennis Bleck

Bielefeld. Auf Frank Büsching und Frank Flegaric wartet am Wochenende die ganz große Bühne. Die beiden Bielefelder Filmproduzenten reisen zur Berlinale. Nicht als Zuschauer, sondern als geladene Gäste einer Diskussionsveranstaltung am Rande des internationalen Filmfestivals. Möglich macht dies der Film „EneMe". Der Thriller aus der Feder von Drehbuchautor Adnan G. Köse ist der erste große Spielfilm, den das ostwestfälische Duo produzierte. Etwa gegen Ende des Jahres soll der fertige Film in die Kinos kommen. Unveröffentlichte Ausschnitte gibt es am Sonntag zu sehen – im Hotel Adlon bei der Gesprächsreihe „Director’s Cut". „Für uns ist das eine große Chance, unseren Film einem breiten Publikum zu präsentieren", sagt Flegaric. Gleichzeitig sei es eine Anerkennung für die aufwendige Produktion des Streifens. Unter der Regie von Jakob Gisik wurde das ambitionierte Projekt im Herbst 2017 im Schloss Bückeburg und im Raum Kassel gestartet. Im März folgen letzten Dreharbeiten in Russland. Insgesamt 30 Drehtage sind geplant, bis der etwa 110-minütige Spielfilm fertig ist. Der Film ist hochklassig besetzt „Den Aufwand, den wir in Kassel betrieben haben, hat für Aufsehen gesorgt", sagt Flegaric. Das habe Neugier in Berlin geweckt. „Wohl auch, weil wir namhafte Schauspieler für unser Projekt gewinnen konnten", ergänzt Büsching: Unter anderem Thure Riefenstein („Die Wanderhure"), Udo Schenk („Tatort") sowie Sophia Thomalla („Der Bergdoktor") spielten die Hauptrollen. Riefenstein spiele Chris, dem seit Jahrzehnten eine Kugel im Kopf stecke und der gerade aus einem russischen Gefängnis entlassen worden sei. Schenk verkörpere dessen Vater Leo – Chef eines Sargunternehmens in Kassel. Eigentlich sei Leo aber Waffenhändler, das Geschäft mit den Särgen diene nur zur Tarnung für seine kriminellen Machenschaften. Und mit denen wolle Sohn Chris nichts mehr zu tun haben. Es komme zum Eklat. „Das Genre ist eine Mischung zwischen Thriller und Drama", erläutert Büsching. Der Konflikt von Vater und Sohn stehe im Mittelpunkt.Dreharbeiten in Bielefeld geplant Büsching und Fregaric sind bei der Kasseler Produktionsfirma „Jakale Film" angestellt. Die beiden sind Ostwestfalen, arbeiten jedoch in Hessen. Das soll sich in Zukunft ändern. Das Unternehmen plane eine Niederlassung in Bielefeld, sagen sie. Neben Büsching und Fregaric stoße dann mit Nil Alam ein drittes Teammitglied hinzu. Bis spätestens Ende April will das Trio die Arbeit aufnehmen. Ihr erstes Projekt: Ebenfalls ambitioniert. „Wir planen einen Film von Bielefeldern für Bielefelder", sagt Alam, der ab 1. März Marketing-Leiter wird. Ziel sei es, einen Genre-Film in der Leinweberstadt zu produzieren und zu drehen. Die Regie soll erneut Gisik 
führen. Er verschaffte sich auch gleich einen Eindruck von der Kulisse. „Hier in der Stadt gibt es reichlich Orte, die sich für eine Filmproduktion eignen", sagte Gisik. Erste Konzepte sollen bis Sommer 2018 stehen, wenn alles glatt läuft könnten die Dreharbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Doch erst einmal geht es nach Berlin. Dort wird Gisik am „Director’s Cut", einem Programmhighlight von „Movie meets Media", teilnehmen und sich in der Gesprächsrunde unter anderem mit Til Schweiger über deutsches Kino austauschen. „EneMe", so Flegaric, werde dort eine wichtige Rolle spielen.

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