Eine Küche in Kallalabad: Jördis (Nadja Bobyleva, v.l.), Haschim (Omar El-Saeidi), Titus (Robert Stadlober), Margarete (Swetlana Schönfeld) sind sich etwas unsicher, wer diese Woche Maskottchen-Dienst hat. - © Foto: BR/Daniela Incoronato,
Eine Küche in Kallalabad: Jördis (Nadja Bobyleva, v.l.), Haschim (Omar El-Saeidi), Titus (Robert Stadlober), Margarete (Swetlana Schönfeld) sind sich etwas unsicher, wer diese Woche Maskottchen-Dienst hat. | © Foto: BR/Daniela Incoronato,

TV-Comedy-Serie mit Omar El-Saeidi

Lob von Kritikern: Bielefelder Schauspieler zeigt sein komödiantisches Talent mit seiner Rolle in „Das Institut – Oase des Scheiterns“. Die Produktion ist schon online zu sehen

Bielefeld. „Das Institut – Oase des Scheiterns" heißt die neue Comedy-Serie mit dem Bielefelder Schauspieler Omar El-Saeidi. Online sind alle acht Folgen der NDR/BR-Produktion bereits zu sehen. Und die Kritiker geizen nicht mit Lob. Darum geht es: „Das Institut" schildert den Alltag eines deutschen Sprach- und Kulturinstituts in der „Achselhöhle" Zentralasiens. In der Region herrscht Bürgerkrieg. An ihrem Standort Kallalabad, Hauptstadt der fiktiven Islamischen Volksrepublik Kisbekistan, versuchen sechs Mitarbeiter, den Einheimischen deutsche Sprache, Kultur und Lebensart zu vermitteln, unter anderem mit einem Nachbarschaftsfest, zu dem eigens eine Hüpfburg aus Deutschland herangeschafft werden musste. Größter Gegner der tapferen Verfechter deutscher Lebensart ist das allgemeine Desinteresse der Bevölkerung an solchen Themen. Die Kisbeken sind mehr auf sauberes Trinkwasser aus, auf Antibiotika und Kalaschnikows als auf unregelmäßige Verben und das Werk von Filmemacher Werner Herzog. „Nie zuvor habe ich beim Lesen eines Drehbuchs so gelacht" Im Laufe der einzelnen Folgen ergeben sich beim Zusammenprall der unterschiedlichen Kulturen reichlich komische Situationen, die dem Zuschauer ein Höchstmaß an schmerzhaftem Humor garantieren. „Deutsche Exportkultur – Bomben und Literatur" heißt es so treffend im Titelsong der Münchner Rapperin Ebow. Vom Potenzial der Serie war Omar El-Saeidi schon ziemlich früh überzeugt. „Nie zuvor habe ich beim Lesen eines Drehbuchs so gelacht", sagt er. Diese Serie mit ihrem klugen Humor und dem spannenden Inhalt sei „eine Perle". Ihre Macher hätten bewiesen, dass deutsche Filmemacher auch Comedy beherrschen. Der Bielefelder spielt Haschim Abdali, einen Einheimischen, den Kontaktmann und Dolmetscher der Deutschen. Obwohl er als Kisbeke der Exot der Serie ist, verhält er sich als einziger stets vernünftig – irgendwie deutsch. Haschim ist zwar verhaftet in der Religion und Tradition seines Landes, bemüht sich aber nach Kräften, die westlichen Bräuche und Sitten zu verstehen und zu akzeptieren. Auch im Umgang mit Frauen: Haschim hat sich längst daran gewöhnt, dass unverheiratete erwachsene Frauen ihm Befehle erteilen dürfen und bisweilen auch mal ihr Kopftuch vergessen. Viel Lob gibt es von Seiten der Kritiker zum Onlinestart des „Instituts". Bei Spiegel online etwa ist zu lesen: „Witze mit dieser Schärfe und Genauigkeit finden sich in deutschen Filmkomödien meistens einmal in 90 Minuten. Als müsste kurz vor knapp bewiesen werden, dass es nun auch mit Comedys in Deutschland hinhaut, legen der Bayerische Rundfunk und der Norddeutsche Rundfunk damit eine wahre Fernsehperle vor." Die Auftaktsendung der Serie, eine Doppelfolge, ist am 3. Januar um 22 Uhr im BR und NDR zu sehen. Alle Folgen sind bereits in der Mediathek abrufbar: www.br.de/dasinstitut.

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