Kultur Fälscher Beltracchi malt wieder fürs Fernsehen

Der 65-Jährige porträtiert auch Otto Waalkes und Hape Kerkeling

Wolfgang Beltracchi porträtiert Katarina Witt - © bb endemol
Wolfgang Beltracchi porträtiert Katarina Witt | © bb endemol

Anke Groenewold

Mainz. Die erstaunliche Medienkarriere des in Höxter geborenen Kunstfälschers Wolfgang Beltracchi geht weiter. 3sat strahlt ab Samstag fünf neue Folgen von „Der Meisterfälscher“ aus. Die erste Staffel war 2015 für den Grimme-Preis nominiert.

Gut drei Jahrzehnte lang hatte Beltracchi, der als Wolfgang Fischer geboren wurde und den Namen seiner Frau annahm, den Stil berühmter Maler kopiert. Er schleuste über 300 Bilder in den Kunstmarkt und wurde Millionär. Wie viele seiner Fälschungen noch auf der Welt existieren, ist ungewiss. 2010 flog er auf. Er und seine Frau Helene wurden 2011 verurteilt, konnten aber im offenen Vollzug weiter arbeiten. Im vergangenen Jahr hatte er in einer Münchner Galerie seine erste Ausstellung in Deutschland nach seiner Haftentlassung. Titel: „Freiheit“.

Fürs Fernsehen malt der ewige Hippie Prominente im Stil bekannter Künstler. Zum Auftakt porträtiert Beltracchi in seiner Wahlheimat Montpellier den Schweizer Kabarettisten Emil Steinberger und dessen Frau Niccel im Stil Joaquin Sorollas. Direkt im Anschluss malt Wolfgang Beltracchi die Eiskunstläuferin Katarina Witt im Stil der Art-Déco-Künstlerin Tamara de Lempicka.

Hape Kerkeling malte er in dessen Wahlheimat Umbrien im Stil von Henri de Toulouse Lautrec. Die Sopranistin Annette Dasch porträtierte er zwei Tage lang im Stil des englischen Malers Dante Gabriel Rossetti. In der letzten Folge am 27. Februar sitzt Otto Waalkes Modell. Das Urgestein der deutschen Komik wollte selbst Maler werden.

´ Die ersten zwei Folgen von „Der Meisterfälscher“ sind am Samstag, 13. Februar, ab 22.10 Uhr, 3sat, zu sehen. Weitere Folgen am 20./27. Februar.

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