Streit ums Urheberrecht: Die deutsche Buchlandschaft könnte sich ändern. - © dpa
Streit ums Urheberrecht: Die deutsche Buchlandschaft könnte sich ändern. | © dpa

Bielefeld Streit ums Urheberrecht spaltet Buchszene

Justizminister Heiko Maas hat eine Reform des Urheberrechts angestoßen. Es soll Autoren stärken – birgt aber auch Gefahren für die deutsche Buchlandschaft

Bielefeld. Die letzte Urheberrechtsnovelle ist grob und fahrlässig, sagen die einen. Es wird Zeit, dass die Rechte der Autoren gestärkt werden, sagen die anderen. Und so teilt ein Streit die deutsche Buchlandschaft. Zentraler Streitpunkt ist vor allem der Paragraf 40a, in dem steht, dass der Urheber ein „ausschließliches Nutzungsrecht nach Ablauf von fünf Jahren zurückrufen" kann. Soll heißen: Nach fünf Jahren kann der Autor sein Buch an einen anderen Verlag verkaufen – wenn ihm ein entsprechendes Angebot vorliegt. „Das macht uns Verlage kaputt", sagt Günther Butkus vom Bielefelder Pendragon Verlag. Denn, so erklärt er, in einem Buch steckt so viel mehr drin, als das, was allein der Autor leistet: „Wir bauen Autoren oft über Jahre auf und machen ein Verlustgeschäft, bevor ein Buch erfolgreich wird...

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