Am Morgen nach der Party im Berghain: „Los, geh malochen", sagt die Kakerlake in Hamed Eshrats Graphic Novel „Venustransit" zu dem depressiven Zeichner Ben, der von seiner Freundin verlassen wurde. Das „Gesicht" des Weckers gehört zu den Details, die man in Eshrats Zeichnungen oft erst auf den zweiten Blick entdeckt. - © Hamed Eshrat
Am Morgen nach der Party im Berghain: „Los, geh malochen", sagt die Kakerlake in Hamed Eshrats Graphic Novel „Venustransit" zu dem depressiven Zeichner Ben, der von seiner Freundin verlassen wurde. Das „Gesicht" des Weckers gehört zu den Details, die man in Eshrats Zeichnungen oft erst auf den zweiten Blick entdeckt. | © Hamed Eshrat

Kultur Graphic-Novel "Venustransit": Hamed Eshrat schafft zeichnerische Hommage

Der 36-jährige Zeichner wurde in Teheran geboren und wuchs in Bünde auf

Bünde/Bielefeld. Dass ein Comic mehr bieten kann als Superhelden, Enten und Gallier, hat sich auch hierzulande herumgesprochen. Anspruch und Unterhaltung, Ernst und Witz gleichermaßen zeichnen Hamed Eshrats „Venustransit" aus. Es ist die zweite Graphic Novel des 36-Jährigen. Hamed Eshrat wird 1979 in Teheran geboren – in jenem Jahr, in dem der Schah gestürzt wird und Ayatollah Khomeini die Islamische Republik ausruft. Da sein Vater für den Geheimdienst des Schahs gearbeitet hat, fürchtet die Familie um ihr Leben. 1986 flieht sie nach Deutschland. Bünde wird ihre neue Heimat, Bielefeld zum Anziehungspunkt für den Jugendlichen Hamed. Nach dem Abitur studiert er Kommunikationsdesign in Berlin. Seine Abschlussarbeit, die Graphic Novel „Kaiser-Schnitt. Iran 1979", erzählt von der Verfolgung und Flucht seiner Familie...

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