Detmold Klassik-Echo für Detmolder Kammerorchester "do.gma"

Detmold. Mikhail Gurewitsch ist soeben von der Gala zur Verleihung der "Echo Klassik"-Preise in München zurückgekehrt. Der Detmolder war als Preisträger dabei - schon zum zweiten Mal. Eine Aufnahme mit Schostakowitsch-Werken, die sein "do.gma"-Kammerorchester eingespielt hat, ist mit dem begehrten Preis ausgezeichnet worden. "Die Gala war toll, harmonisch, eine wirklich runde Sache", erzählt der Konzertmeister. Für die Aufnahme der Schostakowitsch-Präludien op. 34 und des Streichquartetts Nr. 8 op. 110 des Komponisten hat das 2004 von Gurewitsch gegründete "do.gma"-Kammerorchester den "Echo Klassik" in der Kategorie "Sinfonische Einspielung des Jahres (20./21. Jahrhundert)" erhalten. Dass die Aufnahme, die beim Detmolder Klassik-Label MDG erschienen ist, etwas Besonderes ist, war dem Konzertmeister klar. "Es ist eine Ersteinspielung der Preludes durch Kammerorchester. Das war ein echter Glücksfall: Mein Vater hat mir überhaupt erst erzählt, dass es diese Bearbeitung gibt." Grigory Korchmar hat die Werke für Streichorchester arrangiert, die Dmitri Schostakowitsch für Klavier komponiert hatte. "Und Schostakowitsch, der war für mich wie ein Onkel, der im Hintergrund immer da war." Gurewitsch – er ist in Russland aufgewachsen – lacht. "Meine Großmutter war eine große Schostakowitsch-Forscherin und hat ihn gut gekannt; mein Vater auch." Das aktuelle Album ist die dritte CD von "do.gma", die zweite, "American Stringbook", wurde 2012 ebenfalls mit einem "Echo Klassik" ausgezeichnet.

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