Beverungen Olaf Schubert im Interview: "Tanz ist meine Geheimwaffe"

Ein nicht ganz so ernstes Gespräch mit der Kunstfigur Olaf Schubert über ihr Programm, und was man von Plauenern lernen kann. Der Auftritt mit „Sexy forever“ in Beverungen ist am 17. Januar

Torsten Wegener

Bereuen Sie es gerade in der kalten Jahreszeit, dass Sie nicht etwas Langärmeliges beim ersten Bühnenauftritt an hatten? Olaf Schubert: Tatsächlich gibt es diese Tage, an denen ich mir etwas mehr Wolle für meinen durchtrainierten Körper wünsche. Wäre nach der Trennung von Ihrer langjährigen Freundin Carola nicht der perfekte Zeitpunkt für eine Typveränderung gewesen? Schubert: Den habe ich verpasst. Allerdings wäre der Handlungsspielraum auch sehr gering gewesen. Ihr Programm heißt Sexy forever. Worum geht es genau? Schubert: Ich will den Menschen den Leistungsdruck nehmen. Sie müssen nicht den Anspruch haben, jeden Tag gut auszusehen. Es reicht, wenn der Druck bei mir liegt. Was wird auf der Bühne passieren? Schubert: Ich werde meine Botschaft sagen, singen, tanzen, performen. Gerade der Tanz ist meine Geheimwaffe und Stärke. Für die Musik habe ich Gitarrist Jochen Barkas und Bassist Herrn Stephan mitgebracht. Erst waren wir Freunde, jetzt sind wir Kollegen. Seit vielen Jahren machen wir zusammen Musik. Und jetzt machen wir mit „Sexy forever" erstmals eine richtige Show. Der Showmix scheint Ähnlichkeiten mit den Programmen von Helge Schneider zu haben. Ein Vorbild? Schubert: Helge Schneider ist in der Tat ein großes Vorbild. Auf der Bühne gibt es allerdings einen großen Unterschied: Er hat richtig gute Profimusiker dabei. Bei meinen beiden Musikern ist der Begriff Durchschnitt eigentlich schon übertrieben. Seit knapp zwei Jahren touren Sie mit „Sexy forever". Ist das Programm schon verändert worden? Schubert: Natürlich gibt es immer wieder Themen, die dazu kommen. Aber es gibt viele Themen, die leider immer noch aktuell sind, beziehungsweise zum Glück. Sie waren vor sieben Jahren schon einmal in Beverungen. Noch Erinnerungen? Schubert: Ich sag mal so: Wenn die Stadthalle nun anders aussieht, dann würde ich es nicht merken. Gebürtig sind Sie aus dem sächsischen Plauen, im Vogtlandkreis. Was kann der Beverunger vom Plauener lernen? Schubert: In Plauen lernt man Genügsamkeit. Man muss mit sehr wenig zurechtkommen. In ihrer Wahlheimat Dresden organisieren Sie ein Künstlerfestival. Wie kam es dazu? Schubert: „Man darf auch mal lachen müssen" habe ich mir für Dresden gedacht. Die Dresdener Humorzone findet im März 2018 zum vierten Mal statt. Das Festival hat sich toll entwickelt. Mittlerweile treten über 100 Künstler auf 13 Bühnen an 5 Tagen auf. Olaf Schubert ist aber nicht nur ein Mann der Bühne, sondern ist auch ein gerngesehener Gast in Fernsehshows. Was machen Sie lieber? Schubert: Den meisten Spaß hat man auf der Bühne. Dort hat man die direkte Reaktion vom Publikum. Das gefällt mir.

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