Pfarrer Nils Petrat bei den Dreharbeiten für das "Motzmobil" in Köln. - © Alpha Entertainment
Pfarrer Nils Petrat bei den Dreharbeiten für das "Motzmobil" in Köln. | © Alpha Entertainment

Paderborn Paderborner Pfarrer Nils Petrat moderiert das "Motzmobil" auf ProSieben

Vielleicht werden Folgen für das Format an Libori auf dem Kamp gedreht

Viktoria Bartsch

Paderborn. Einfach mal Dampf ablassen – das kann man im gelben "Motzmobil" auf ProSieben. Moderiert werden die kurzen Clips, die sich rund um gesellschaftliche und religiöse Themen drehen, unter anderem von dem Paderborner Studierendenpfarrer Nils Petrat. "Wir versuchen immer aktuelle Fragen, die ein gewisses Motz-Potenzial haben, aufzugreifen", sagt er. Das Prinzip ist denkbar einfach: reinsetzen, motzen, aussteigen. Jeden Samstag wird ein Clip um 11 Uhr ausgestrahlt. Bislang wurde überwiegend in Wiesbaden gedreht. "Die Themen bereite ich in Absprache mit der Produktionsfirma immer vor", sagt Petrat. "Die Passanten werden dann vor Ort angesprochen und gefragt, ob sie Lust haben mitzumachen." Jeder Clip dauert 90 Sekunden und endet mit einem Statement oder Kommentar des katholischen Pfarrers. "Wichtig ist mir dabei, den Zuschauern einen kleinen Impuls zum Nachdenken zu geben", sagt der 36-Jährige. "Und sei es auch nur ein ganz kleiner." Anders als einen Gottesdienst zu halten Fastenzeit, Schönheitswahn und Diesel-Skandal sind nur einige Themen, über die sich die Menschen im "Motzmobil" bereits ausgelassen haben. "Ich bin oft überrascht, wie schwer es sein kann, bis Menschen mal richtig anfangen zu motzen." Nils Petrat interessiert vor allem die Frage, wie Kirche auch medial Botschaften überbringen und diskutieren kann. "Deswegen finde ich dieses Format so spannend", sagt der Pfarrer, der von der katholischen Fernseharbeit für das Projekt angesprochen wurde. Die Arbeit vor der Kamera sei für ihn aber immer noch ein bisschen ungewohnt. "Es ist dann doch etwas anderes, wenn ich einen Gottesdienst halte." Seinen ersten Drehtag hatte Nils Petrat im vergangenen Sommer. Seitdem steht er alle zwei Monate vor der Kamera. Vier Clips produziert das Team an einem Drehtag, welche über einen Monat verteilt ausgestrahlt werden. Aber: immer im Wechsel mit der evangelischen Kirche - einen Monat werden die katholischen Clips, den anderen die evangelischen gezeigt. Auch in dieser Woche stand Nils Petrat mit dem "Motzmobil" wieder vor der Kamera, gedreht wurde auf dem Rudolfplatz in Köln. Ausgestrahlt werden die Folgen im April. Es gibt auch schon Überlegungen das Motzmobil nach Paderborn zu holen, "vielleicht zu Libori". Dann könnte das "Motzmobil" auf dem Kamp vor der Theologischen Fakultät stehen.

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