Wie konnte ein Häftling Tollwut bekommen? Kommissar Faber und sein Team ermitteln. - © WDR/Thomas Kost
Wie konnte ein Häftling Tollwut bekommen? Kommissar Faber und sein Team ermitteln. | © WDR/Thomas Kost

TV & Film Tatort "Tollwut" aus Dortmund: Lohnt sich das Einschalten?

Um 20.15 Uhr ermitteln Kommissar Faber und sein Team im Gefängnis.

Matthias Schwarzer

Die Tatort-Kommissare ermitteln am Sonntag im Dortmunder Knast und gehen dabei einem der dringendsten Themen unserer Zeit auf dem Grund: Tollwut. Na, das kann ja heiter werden. Die Handlung Häftling Miroslav Katcek wird im Gefängniskrankenhaus von einem unkontrollierten Wutanfall geschüttelt, hat Schaum vor dem Mund, schreit, beißt und spuckt. Wenig später ist er tot. Wie konnte das passieren? Das Team rund um Kommissar Zander muss ermitteln - und wird direkt mit einer schockierenden Nachricht konfrontiert. Denn Rechtsmediziner Jonas Zander hat's auch erwischt: Er beichtet seinen Freunden, dass er mit Tollwut infiziert wurde und nur noch wenige Tage zu leben habe. Zander hat nur noch einen Wunsch: dass Faber und sein Team seinen Mörder finden, bevor er stirbt. Zu allem Überfluss kommt es dann auch noch zu einem Comeback von Markus Graf - dem Mörder, der die Familie von Komissar Faber auf dem Gewissen hat. Welche Rolle spielt er in der ganzen Geschichte? Das Team ... ist traurig. Nachdem Daniel Kossik (Stefan Konarske) Dortmund verlassen hat und nach Düsseldorf weitergezogen ist, stürzt Ex-Partnerin Nora Dalay (Aylin Tezel) in tiefe Unzufriedenheit. Und auch die Kommissare Bönisch und Faber schleppen so viele Probleme durch den Film, dass man sie am liebsten einmal kräftig knuddeln möchte. Fazit Im Tatort "Tollwut" gibt's 90 Minuten Selbstmitleid par excellence, sodass die Stadt Dortmund noch das lebensbejahendste an dem ganzen Film ist. Und das soll was heißen. Wer sich seinen Sonntagabend mal gehörig versauen will, sollte dringend um 20.15 Uhr Das Erste einschalten.

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