Der „Erlkönig" eines neuen Autos mit viel digitaler Technik auf Abwegen im Tatort "Mord Ex Machina". - © SR/Manuela Meyer
Der „Erlkönig" eines neuen Autos mit viel digitaler Technik auf Abwegen im Tatort "Mord Ex Machina". | © SR/Manuela Meyer

TV & Film Tatort aus Saarbrücken: Lohnt sich "Mord Ex Machina"?

Folge am 1. Januar 2018

Angela Wiese

Die Tatort-Kommissare Jens Stellbrink und Lisa Marx ermitteln am Neujahrstag in Saarbrücken. "Mord ex machina" heißt der Fall. Lohnt sich das Einschalten? Unsere spoilerfreie Vorab-Kritik: Geschichte Es wird kompliziert für Tatort-Ermittler Stellbrink und sein Team. In "Mord Ex Machina" rast ein Autofahrer in den Tod. Absicht, Unfall oder hat da jemand das Auto manipuliert? An diesen Fragen hangeln sich Stellbrinks Ermittlungen entlang. Weil Daten, Hacker und Co. eine wesentliche Rolle spielen, muss Kommissar Stellbrink sich in eine für ihn recht neue Materie einarbeiten. Team Jens Stellbrink (Devid Striesow) und seine Kollegin Lisa Marx (Elisabeth Brück) ermitteln seit 2013 im Tatort aus Saarbrücken. In "Mord Ex Machina" steht Stellbrink klar im Mittelpunkt, seine Kollegin Marx spielt kaum eine größere Rolle als die restlichen Polizisten, die jeder Tatort-Kommissar um sich schart. Für Zuschauer ist dies der vorletzte Tatort mit Kommissar Stellbrink. Die letzte Folge mit dem quirligen und frech grinsenden Kommissar ist wohl erst 2019 zu sehen. Schauspieler Devid Striesow begründete seinen Ausstieg aus dem Tatort damit, sich neuen Herausforderungen stellen zu wollen. Thema Der Tatort will zeigen, wohin die digitale Revolution führen kann. Zum allwissenden Auto, das von Blutzucker bis Musikvorlieben alles über seinen Besitzer weiß und natürlich auch selbst fährt. Aber auch zur Frage, wer die sensiblen Daten hat, die so ein Auto sammelt, wer sie an wen verkaufen kann und wie viel Einfluss der Mensch selbst darauf hat, welche Informationen über ihn gesammelt werden. Fazit Der Zuschauer sieht Ermittler Jens Stellbrink in einer seiner letzten Tatort-Folgen. Schon deshalb ist ein Einschalten empfehlenswert. Denn Stellbrink ist ein Kommissar, der aus dem Rahmen fällt, ohne ganz daneben, das heißt nervig zu sein. Zuschauen ist auch auch in "Mord Ex Machina" wieder amüsant. Außerdem ist die Außeinandersetzung mit digitaler Technik nicht so misslungen wie in früheren Tatorten, die sich auch schon an diesem Thema versucht haben und dabei furchtbar gescheitert sind. Soll heißen: Der Tatort aus Saarbrücken ist guter Durchschnitt. Ein Einschalten lohnt sich. Wer nicht einschaltet, verpasst aber auch kein Highlight.

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