Ein Seelöwe sitzt im Kölner Zoo in seinem Gehege. Weil sich eine Anwohnerin in ihrer Nachtruhe gestört fühlt, wird die Lautstärke der Tiere nun von den Behörden geprüft. - © picture alliance / Henning Kaiser/dpa
Ein Seelöwe sitzt im Kölner Zoo in seinem Gehege. Weil sich eine Anwohnerin in ihrer Nachtruhe gestört fühlt, wird die Lautstärke der Tiere nun von den Behörden geprüft. | © picture alliance / Henning Kaiser/dpa

Köln Anwohnerin beschwert sich über laute Seelöwen im Kölner Zoo

Klage wegen Störung der Nachtruhe

Annika Falk-Claußen

Köln. Wer in die Nachbarschaft eines Zoos zieht, muss damit rechnen, dass die tierischen Nachbarn auch mal etwas lauter werden. Eine Anwohnerin des Kölner Zoos klagt jetzt wegen der Störung ihrer Nachtruhe - die Seelöwen Astrid, Amelie, Oz, Lina und Mia seien zu laut, so ihr Vorwurf. Wie der Express berichtet, sei der Zoo nun aufgefordert, Schallschutzmaßnahmen zu prüfen. Der Zoo habe außerdem eine Überwachungskamera aufgebaut, um zu sehen, was die fünf kalifornischen Seelöwen zwischen 22 und 6 Uhr so Lautes treiben. „Es sind Tiere. Man wohnt neben dem Zoo - da trompetet mal der Elefant", sagte ein Zoosprecher. Die Lautstärke wird jetzt nach Informationen der Deutschen Presseagentur von den Behörden geprüft. Derzeit würden Messungen ausgewertet, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung am Mittwoch. Falls die Tiere tatsächlich zu laut seien, werde überlegt, welche Maßnahmen der Zoo dagegen ergreifen könnte. Laut Kölner Stadtanzeiger handelt es sich bei dem aktuellen Fall um die erste Beschwerde seit Bestehen des Zoos vor 168 Jahre. Seelöwen heißen übrigens See"löwen", weil sie gerne brüllen.

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