Der Radkasten eines Autos nutzen einige Katzen bei diesen frostigen Temperaturen, um sich aufzuwärmen. - © picture-alliance/ dpa
Der Radkasten eines Autos nutzen einige Katzen bei diesen frostigen Temperaturen, um sich aufzuwärmen. | © picture-alliance/ dpa

Tiere Tierarztpraxis rät: Vor dem Losfahren auf die Motorhaube klopfen

Kater in Baden-Württemberg fährt 120 Kilometer im Motorraum mit

Annika Falk-Claußen

Bielefeld/Illertissen. Immer wieder liest man von Katzen, die als blinde Passagiere im Motorraum von Autos mitfahren. Besonders bei den aktuell frostigen Temperaturen sind die Stubentiger draußen froh über jede Wärme. Katzen lieben es, sich in Autos, die nach der Fahrt abgestellt werden, Zuflucht zu suchen. Viel Beachtung findet derzeit ein Facebook-Beitrag einer Tierarztpraxis in Castrop-Rauxel - knapp 5.000 Menschen haben diesen Tipp geteilt: Gestern erst hat der SWR berichtet, dass ein Kater eine 120 Kilometer lange Reise vom bayerischen Illertissen nach Stuttgart versteckt unter der Motorhaube eines Autos überstanden hat. Mitgefahren war das Tier am Sonntag im Motorraum von Annika Kliem aus Stuttgart, die von dem blinden Passagier nichts ahnte. Unterwegs roch es seltsam, wie Kliem der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte. Als sie zu Hause die Motorhaube öffnete, entdeckte sie den verstörten Kater. Der Geruch kam vom Urin der Katze. „Der Kater hat auf den Motor gepinkelt und weil der sehr warm ist, roch es eben stark", sagte Kliem. Die Polizei half der jungen Frau, den Kater unterzubringen. Das Tier kam zuerst in eine Klinik und ist nun in einem Stuttgarter Tierheim. Dem Kater geht es nach Auskunft der Tierheim-Leiterin gut. Ob sich der Besitzer meldet, ist fraglich. „Wenn sich kein Besitzer meldet, dann überlege ich, den Kater zu adoptieren", sagte Kliem. Die Frau hatte den Wagen in Illertissen stehen lassen, als sie mit Bekannten für einen Skiausflug verreiste, schrieb der Südwestrundfunk (SWR).

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