Ein Video von Rapper Marteria sorgt für Ärger.  - © picture alliance/Eventpress
Ein Video von Rapper Marteria sorgt für Ärger.  | © picture alliance/Eventpress

Tiere & Natur Wegen Tierquälerei: Rapper Marteria zahlt 5.000 Euro

Der Musiker hatte Fische aus einem Teich gefischt und sie anschließend wieder freigelassen. Nach Ansicht von "Peta" ist das Tierquälerei.

Matthias Schwarzer

Rostock. Das war keine gute Idee: Für sein YouTube-Video "One Night in Würzburg" hat Rapper Marteria mehrere Karpfen mit einem Kescher aus einem Teich gefischt und sie anschließend wieder zurück ins Wasser gelassen. Das verstößt nach Auffassung der Tierschutzorganisation Peta und der Staatsanwaltschaft Würzburg gegen das Tierschutzgesetz. Peta verklagte Marteria nach Erscheinen des Videoclips im Sommer 2017 wegen Tierquälerei. Wie die Staatsanwaltschaft Würzburg mitteilt, wurde das Verfahren gegen Marteria nun gegen eine Bußgeldzahlung in Höhe von 5000 Euro eingestellt. Der Rapper hatte teilweise sekundenlang mit den nach Luft schnappenden Fischen an Land posiert. "Der Gesetzgeber sagt, das ist sinnlose Quälerei", erklärt der Würzburger Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen in einem Bericht der Ostsee-Zeitung. Hätte Marteria die Strafe nicht akzeptiert, wäre der Fall vor Gericht gegangen, sagte er der Zeitung. Das sogenannte "Catch & Release" (Fangen und wieder freilassen) ist in Deutschland ein umstrittenes Thema. Tierschutzorganisationen argumentieren, dass Fische bis zum Zurücksetzen ins Wasser nicht nur Schmerzen empfinden, sondern auch unter Todesangst und Sauerstoffmangel leiden.

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