Füchse in Pelzfarmen (auf dem Foto ist ein Rotfuchs in einer Farm in Deutschland zu sehen) soll es in Norwegen bald nicht mehr geben. - © picture alliance / blickwinkel/J. S. Peifer
Füchse in Pelzfarmen (auf dem Foto ist ein Rotfuchs in einer Farm in Deutschland zu sehen) soll es in Norwegen bald nicht mehr geben. | © picture alliance / blickwinkel/J. S. Peifer

Tierschutz Norwegen will seine Pelzfarmen abschaffen

Etwa 700.000 Nerze und 110.000 Füchse werden laut Tierschutzorganisation Peta jährlich in Norwegen gezüchtet

Leandra Kubiak

Bielefeld. Die neue norwegische Regierung hat an diesem Sonntag beschlossen, die Fuchs- und Nerzfarmen des Landes bis 2025 zu schließen. Grund dafür ist, dass die Regierung der konservativen Premierministerin Erna Solberg nur so die liberale Partei überzeugen konnte, sich ihrer Minderheitsregierung anzuschließen. Das berichtet unter anderem die Agentur Reuters. Norwegen wird nun von der konservativen Høyre, der rechtspopulistische Frp und der liberale Partei Venstre regiert. Laut der Tierschutzorganisation Peta geht es bei dem Beschluss um rund 300 Pelzfarmen, in denen jährlich rund 700.000 Nerze und 110.000 Füchse gezüchtet und getötet werden. Gefeiert wird die Entscheidung in Norwegen vor allem von der Tierrechtsorganisation "Noah", die sich nach eigener Aussage seit 28 Jahren für die Abschaffung von Pelzfarmen einsetzt. Immer wieder hatte die Organisation der norwegischen Regierung in diesem Punkt Druck gemacht. JAAA - VI KLARTE DET! Etter 28 års kamp for pelsdyrene kan vi endelig si: PELSDYROPPDRETT BLIR FORBUDT! NOAHs arbeid virker! Hjelp oss videre - bli medlem: https://t.co/rQWENsXTGNpic.twitter.com/C0lHJTAnf0 — NOAH dyrsrettigheter (@NOAHaktiv) 14. Januar 2018 In Deutschland sind Pelzfarmen unter bestimmten Bedingungen nach wie vor erlaubt. Der Deutsche Tierschutzbund schätzt die Zahl der Farmen nach eigenen Recherchen auf fünf, in denen jährlich insgesamt etwa 100.000 Nerzfelle produziert werden. Im Frühjahr 2017 haben die Fraktionen CDU/CSU und SPD einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Bestimmungen zur Haltung von Pelztieren regeln soll. In dem Entwurf heißt es beispielsweise, dass die Haltungseinrichtung so beschaffen sein muss, "dass alle Pelztiere artgemäß fressen, trinken und ruhen können". Im Juni 2017 hat die Große Koalition ihren Entwurf zu den Mindestanforderungen in der Pelztierhaltung im Bundestag durchgebracht und auch der Bundesrat hat den Gesetzentwurf gebilligt.

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