Erfolgreiche Kontaktanzeige: Trauerschwan aus Coburg hat neuen Partner gefunden. - © picture alliance
Erfolgreiche Kontaktanzeige: Trauerschwan aus Coburg hat neuen Partner gefunden. | © picture alliance

München/Coburg Happy End für Trauerschwan im bayerischen Park Rosenau

Geschlecht egal: "Was am Ende zählt, ist schließlich, dass sich die zwei verstehen"

München/Coburg. Der schwarze Schwan im Park von Schloss Rosenau bei Coburg muss nicht mehr allein auf dem Schwanensee seine Kreise ziehen. Wie die Bayerische Schlösserverwaltung am Donnerstag mitteilte, ist es gelungen, über eine von ihr aufgegebene Kontaktanzeige einen weiteren Trauerschwan zu finden. Das Tier stamme von einem Züchter aus Ingolstadt und sei am Freitag abgeholt worden. "Das erste Treffen und die ersten Tage zu zweit verliefen harmonisch, die beiden scheinen sich gut zu verstehen", so die erste Bilanz. Im Mai dieses Jahres war einer der Schwäne des Parks verschwunden. Vermutlich hatte ihn ein Fuchs gerissen, da Gärtner Knochen und Federn in einem Gebüsch fanden. Seitdem suchte das Team der Verwaltung nach einem neuen Partner für den übrig gebliebenen Schwan. Geschlecht noch unbekannt Unklarheit herrscht jedoch über das Geschlecht des Neuzugangs. Das Tier sei etwa neun Monate alt, heißt es in der Mitteilung. Bei Schwänen lasse sich aber erst nach drei Jahren bestimmen, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handle. Die Schlösserverwaltung gibt sich liberal und optimistisch: "Aber was am Ende zählt, ist schließlich, dass sich die zwei verstehen." Und wenn man beobachte, wie die beiden glücklich nebeneinander auf dem See zu sehen seien, dürfe man bestimmt auf ein Happy End hoffen. Schwäne spielen in der Geschichte des Schlosses eine besondere Rolle. So soll die englische Queen Victoria (1819-1901) die schwarzen Schwäne in die Rosenau gebracht haben, als Zeichen der Trauer um ihren früh gestorbenen Ehemann und Prinzen Albert (1819-1861), der in Coburg geboren wurde.

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