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Feiertag = freier Tag?

Karoline Langenkämper

Teil 7 der Serie „Rollentausch": Manchmal wünscht sich der glückliche Single eine Beziehung und andersherum wünscht sich der glücklich Liierte seine Freiheit zurück. In der heutigen Folge dreht sich alles um etwas, worüber sich eigentlich jeder freut: Feiertage. Der Single Ein Feiertag könnte für den Single so schön sein, doch schon die Zeit vor dem eigentlichen Ereignis wird ihm madig gemacht. Alle Welt spricht über die Planung dieser Tage. Die einen nutzen die Zeit um einen Kurzurlaub zu machen, die anderen laden die Familie ein, eigentlich jeder hat irgendetwas zu tun. Und der Single? Der hat keine Pläne. Zumindest keine, die mit den aufregenden Unternehmungen der Liierten mithalten könnten. Er gönnt sich Ruhe und lässt den freien Tag einfach so auf sich zukommen. Klingt eigentlich gar nicht so schlecht. Das Problem ist nur, dass er sich diese Ruhe nicht selbst aussucht, sondern gewissermaßen aufs Auge gedrückt bekommt. Denn ein Single-Kurzurlaub ist fast so teuer, wie der Jahresurlaub. Ja, bei der Familie könnte er vorbeischauen, muss dann aber den Fragen ausweichen, warum er schon wieder alleine auftaucht. Da bleibt er lieber gleich zu Hause, da gibt’s zwar nur erzwungene Ruhe, aber dafür auch keine blöden Fragen. Der Liierte Ein Feiertag könnte für den Liierten so schön sein, wären da nicht die vielen Verpflichtungen, die mit diesen Tagen einhergehen. Mindestens eine Seite der Familie will sich an so einem zusätzlichen freien Tag zum Kaffee o.ä. treffen – wenn es gut läuft. Wenn es schlecht läuft, erheben beide Seiten der Familie Ansprüche; dann wird es hektisch. Um dem Ganzen zu entfliehen, hilft nur die Ausrede, dass man in den Kurzurlaub fährt. Aber auch das läuft in den seltensten Fällen stressfrei ab. Und sollte der Liierte tatsächlich keine Verabredungen für den Feiertag haben, fällt dem Partner sicherlich noch eine andere Beschäftigung ein, mit dem er auf Trab gehalten werden kann – Gartenarbeit z.B., oder den Keller entrümpeln. Da geht er lieber gleich zum Kaffeetrinken mit der Verwandtschaft, da gibt’s wenigstens Kuchen.

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