Bekannt wurde Janosch vor allem mit Bär, Tiger und Tigerente und Büchern wie "Oh, wie schön ist Panama" - © picture alliance / kpa
Bekannt wurde Janosch vor allem mit Bär, Tiger und Tigerente und Büchern wie "Oh, wie schön ist Panama" | © picture alliance / kpa

Literatur Kinderbuchautor Janosch wird 86 Jahre alt

Horst Eckert, besser bekannt als Janosch, feiert am 11. März seinen 86. Geburtstag

Marc Schröder

Bielefeld. Das der Mann eingentlich Horst Eckert heißt, ist den wenigsten ein Begriff. Doch bei Janosch denke viele Menschen direkt an die Tigerente, den Bären und Tiger und natürlich daran, wie schön es in Panama ist. Janosch, Jahrgang 1931, stammt aus dem polnischen Zabrze. Von dort aus hat ihn sein Leben an verschiedene Orte und unterschiedliche Berufsfelder geführt. Seine Berufung wurden die Kinderbücher und seine Heimat Teneriffa. Ursprünglich lernte er Schmied. Nachdem die Familie Eckert 1946 das schlesische Zabrze verlassen hatte, kamen sie nach Bad Zwischenahn. Dort arbeitete der junge Horst Eckert dann in der Textilindustrie und kam durch das Musterzeichnen seiner späteren Berufung näher. Aus der Textilindustrie zum Kinderbuchautoren Über Paris zog des den 22-Jährigen Horst an die Akademie der Bildenden Künste in München. Dort bescheinigte man ihm allerdings "mangelnde Begabung", von da an began er freischaffend zu arbeiten. Als die Geburtsstunde von "Janosch" gilt die veröffentlichung seines ersten Buchs "Die Geschichte von Valek dem Pferd" von 1960. Die wohl bekanntesten Werke von Janosch folgten dann ab 1978, "Oh, wie schön ist Panama", "Post für den Tiger" (1980) und "Ich mach dich gesund, sagte der Bär" (1985). Diese Geschichten wurden ab 1985 für das Fernsehen als "Janoschs Traumstunde" umgesetzt. Ob als Buch oder im Fernsehen, die Geschichten um Tigerente, Bär und Tiger wurden von vielen Kinder-Generationen geliebt. Engagement und Lebensphilosophie Janosch schrieb aber auch Bücher für Erwachsene, in denen er seine Kindheitserlebnisse ebenso verarbeitete, wie kritische Betrachtungen von Religion, Lebenszielen oder Beziehungen. Mit besonderem Engagement widmet sich Janosch der Kirchenkritik in der Giordano-Bruno-Stiftung und dem Vogelschutz bei der Deutschen Wildtier-Stiftung. Von seinen Werken abgesehen, gilt Janosch eher als schweigsam, so gibt er nur selten Interviews. Zwischenzeitlich hatte Janosch 2010 allerdings seinen Rückzug aus der literarischen Arbeit verkündet. Doch seit 2013 zeichnet er wieder. Vor allem Geschichten von "Wondrak" und seinem besonnen ruhigen Blick auf die Welt. Testen Sie Ihr Janosch-Wissen in unserem kleinen Quiz:

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