Das Logo der Streaming-Seite kinox.to. - © picture alliance / Geisler-Fotopress
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Netzwelt Gericht: Vodafone muss Zugang zu kinox.to sperren

Angela Wiese

Vodafone sperrt seit dem 9. Februar für Kabel-Internet-Kunden den Zugang zum illegalen Streamingportal kinox.to. Grund sei eine von Constantin Film erwirkte einstweilige Verfügung, die am 1. Februar 2018 vom Landgericht München erlassen wurde, erklärt eine Vodafone-Sprecherin. In dem Fall gehe es um urheberrechtliche Ansprüche des Filmunternehmens Constantin Film. Diese seien durch Dritte verletzt worden. Wenn Vodafone-Kabelkunden nun versuchen, die Seite des Portals zu besuchen, bekommen sie folgende Sperrmeldung: "Dieses Portal ist aufgrund eines urheberrechtlichen Anspruchs vorläufig nicht verfügbar." EU-Recht lässt Sperrungen zu Vodafone will sich mit Verweis auf ein laufendes Verfahren nicht weiter zu der einstweiligen Verfügung äußern. Constantin Film könnte sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 2014 berufen, nachdem Internetanbieter dazu verpflichtet werden können, bei Urheberrechtsverletzungen Internetseiten zu blockieren. Constantin Film produziert und verleiht Filme. Zu den Produktionen gehört unter anderem die "Fack ju Göhte"-Reihe. Das Unternehmen reagierte auf Nachfrage zur einstweiligen Verfügung bislang nicht. Nach eigenen Angaben hatte Vodafone im dritten Quartal 2017/2018 rund 3,5 Millionen Kabel-Internet-Kunden.

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