Die Geburtenziffer in NRW steigt erstmals seit 1972 wieder an - Symbolbild. - © picture alliance / Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa
Die Geburtenziffer in NRW steigt erstmals seit 1972 wieder an - Symbolbild. | © picture alliance / Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Düsseldorf Geburtenziffer in NRW steigt - höchster Wert im Kreis Minden-Lübbecke

Marc Schröder

Düsseldorf. Laut Statistik bekommen Frauen in Nordrhein-Westfalen wieder so viele Kinder wie Anfang der 1970er-Jahre. Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau ist 2016 auf 1,62 gestiegen, teilt das Statistische Landesamt am Mittwoch mit. Damit erreicht dieser Wert im Landesvergleich annähernd den Wert des Jahres 1972, damals hatte jede Frau rechnerisch 1,69 Kinder zur Welt gebracht. Steigende Werte werden seit dem Jahr 2013 verzeichnet. Laut den Statistikern von IT-NRW gab es im Jahr 2016 die höchste Geburtenziffer mit 1,86 im Kreis Minden-Lübbecke. Den niedrigsten Wert errechnete man für Münster, mit 1,35 Kindern je Frau. Auch für Bielefeld (1,51) und die weiteren Kreise in Ostwestfalen-Lippe errechnete man steigende Werte. So sind die Werte in den Kreisen Lippe (1,83), Höxter (1,79), Herford (1,73) und Gütersloh (1,76) deutlich gestiegen. Weniger stark war der Anstieg im Kreis Paderborn, 1,64 gegenüber 1,62 im Jahr 2015. Zwischenzeitlich lag dieser Wert sogar wesentlich tiefer, so 2010 als theoretisch 1,43 Kinder je Frau geboren wurden. Die Geburtenziffer gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens zur Welt bringen würde, wenn ihr Geburtsverhalten dem aller alle Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren entspräche. Insgesamt wurden im Jahr 2016 in Nordrhein-Westfalen 173 276 Babys geboren. Das sind 8 Prozent mehr Kinder als 2015. Erstellt mit Informationen der dpa.

realisiert durch evolver group