Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Fahrradkauf achten sollten. - © picture alliance / Hauke-Christian Dittrich/dpa
Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Fahrradkauf achten sollten. | © picture alliance / Hauke-Christian Dittrich/dpa

Outdoor Sattel, Höhe, Fahrradtyp: Was Sie beim Fahrradkauf beachten sollten

Wer sich im Geschäft beraten lässt, sollte vorher möglichst genau wissen, wozu er das Rad nutzen möchte

Leandra Kubiak

Bielefeld. Der Frühling steht vor der Tür und damit steigt die Lust, wieder häufiger auf das Fahrrad umzusteigen. Wer bereits ein fahrtüchtiges Fahrrad im Keller oder in der Garage stehen hat, für den haben wir Tipps gesammelt, wie das Fahrrad wieder fit für den Frühling wird. Wenn Sie vor dem Kauf eines Rads stehen, oder Sie Ihr Fahrrad aufmöbeln möchten, haben wir hier zusammengetragen, worauf Sie achten sollten. Zu Beginn steht die Frage: Wozu möchte ich das Fahrrad nutzen? Ob E-Bike, Trekkingrad oder Mountainbike, auf dem Fahrradmarkt ist eigentlich für jeden das Passende dabei. Philipp Friedrichs, Geschäftsführer der "Radwelt" in Bielefeld, rät dazu, sich vor dem Kauf möglichst genau zu überlegen, für welche Zwecke man das Fahrrad benutzen möchte. "Je genauer die Vorstellung des Kunden, desto besser kann man ihn natürlich beraten", sagt Friedrichs. So sollte man sich zum Beispiel bewusst machen, ob man häufig in der Innenstadt, oder eher in der Natur unterwegs sein möchte; ob die Strecken meist flach oder auch bergig sind, und ob man allein in der Freizeit, oder auch im Alltag mit dem Fahrrad unterwegs sein möchte. Der Fahrrad-Typ Bei Trekkingrädern ist die Nachfrage am größten, wie die Nachfrage bei den Händlern verrät. Das Trekkingrad ist sozusagen der Allrounder, mit dem man sowohl bequem zur Arbeit fahren, als auch einen etwas sportlicheren Ausflug machen kann. Wer über Stock und Stein fahren will, sollte wohl eher auf das Mountainbike zurückgreifen. Für alle, die es bequem mögen, ist das Cityrad, oft auch als Hollandrad bezeichnet, eine gute Alternative. Im Gegensatz zu den sportlichen Rädern sitzt man auf dem Cityrad sehr aufrecht, der Lenker ist meist stark zum Körper hin gebogen. Vorteile bietet ein Cityrad zum Beispiel dann, wenn man Probleme mit der Schulter, dem Nacken oder den Armen hat, da diese beim Fahren kaum belastet werden, erklärt Friedrichs. Dafür gehe die Belastung aber aufgrund der aufrechten Haltung stärker auf den Rücken, sagt der Experte. Hier gilt es also abzuwägen, welche Haltung am besten für einen selbst geeignet ist. Inzwischen gibt es übrigens fast jedes Rad auch mit Elektro-Antieb zu kaufen. Wer es sportlich mag, aber zwischendurch die Unterstützung eines Motors möchte, kann beispielsweise über ein elektrisches Mountainbike nachdenken. Auch Lastenräder werden in der E-Variante angeboten. Das Vorurteil, Elektroräder seien etwas für ältere Menschen, treffe so nicht mehr zu, kann Friedrichs bestätigen. Ab 30 Jahren aufwärts seien alle Altersgruppen vertreten. Der Rahmen Grundvoraussetzung bei jedem Fahrrad ist, dass es die richtige Größe hat. Die Rahmengröße müsse passen, damit die Kraftübertragung optimal sei, erklärt Frank Gundlach, der bei "Lucky Bikes" in Bielefeld im Verkauf tätig ist. Eine grobe Faustregel ist, dass man mit den Zehenspitzen auf den Boden kommen sollte, während man auf dem Fahrrad sitzt. Kann man mühelos den kompletten Fuß abstellen, ist das Rad vermutlich etwas zu klein. Der Sattel Beim Hollandrad ist der Sattel in der Regel breit und bequem, beim Rennrad wesentlich schmaler und weniger gepolstert. Als Faustregel gilt hier: Je aufrechter man auf dem Fahrrad sitzt, desto breiter sollte der Sattel sein. Je sportlicher das Fahrrad, und je flacher man entsprechend darauf "liegt", desto weniger Fläche laste auf dem Sattel, sagt Gundlach. Wer es genau wissen will, der kann die Breite des Sitzknochens im Fachgeschäft vermessen lassen. Der Fahrradsattel sollte breit genug sein, um dem Sitzknochen Auflage zu bieten. Ausprobieren Egal, für welches Fahrrad man sich interessiert: Es ist immer ratsam, zunächst eine Probefahrt zu machen. Denn letztlich entscheidet auch das Gefühl, ob man sich auf dem Fahrrad wohl fühlt und mit der Handhabung zurechtkommt.

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