Schöne Färbung: Wenn die Blätter fallen, gibt es im Garten viel zu tun. - © dpa
Schöne Färbung: Wenn die Blätter fallen, gibt es im Garten viel zu tun. | © dpa

Löhne Gartentipp: Streuen Sie Herbstlaub unter die Rabatten

Dort kann es verrotten, weht nicht weg - und die Igel freuen sich

Löhne. Die Blätter färben sich, immer mehr Laub fällt von den Bäumen. Die städtische Umweltberaterin Petra Schepsmeier gibt Tipps für den richtigen Umgang. Laub fixieren: Große Blättermengen mit dem Rasenmäher zerfasern, mit Kompost, Gartenerde oder Bentonit aus dem Gartenfachhandel mischen und in den Rabatten ausbringen. Es verrottet hervorragend und weht nicht weg. Einen gemischten Laub- und Schnittholzhaufen anlegen: Wohl alle Menschen lieben den putzigen Igel, und das Herz schlägt besonders hoch, wenn eine ganze Familie den Garten erobert. Wer den liebenswerten Kaktus als Untermieter gewinnen möchte, richtet ihm eine ruhige Gartenecke mit Totholz und Laub ein. Einen Laubkompost herstellen: Dazu verschiedene Laubarten mischen. Leicht verrotten Blätter von Obst-bäumen sowie von Esche, Buche, Erle, Ahorn und Linde. Schwer verrotten Blätter von Walnuss, Eiche, Kastanie und Pappel. Das Laub mit dem Rasenmäher zerfasern und Erde untermischen. Fällt hauptsächlich schwer verrottendes Laub an, muss stickstoffhaltiges Material zugegeben werden wie zum Beispiel Rasenschnitt, Mist oder Hornspäne, damit die Rotte funktioniert. Den Kompost mit Gartenerde abdecken und im Frühjahr umsetzen. Laubkompost eignet sich für Moorbeetpflanzen wie Azaleen und Rhododendren. Unter Bäumen und Sträuchern sollte das Laub liegen bleiben. So kehren die Nährstoffe in den Kreislauf zurück und das Bodenleben wird gefördert. Nicht zuletzt ist Laub der beste Winterschutz. Auch im Wald käme niemand auf die Idee, dort zu kehren. Laub entsorgen: Falls die Biotonne nicht ausreicht, kann Laub bei allen Muldenunternehmen oder bei der Kompostanlage des Kreises Herford, Enger, Dornbreede 62, abgegeben werden. Das ist kostenpflichtig. Übrigens: Mit Laubfall von benachbarten Bäumen müssen sich Grundstücks-Besitzer abfinden - der Gesetzgeber bezeichnet diese Beeinträchtigung als "ortsüblich" und "nicht wesentlich".

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