Rainbow-Bagels waren gestern - nun gibt es Rainbow-Croissants. Hauptsache bunt. - © picture alliance / dpa
Rainbow-Bagels waren gestern - nun gibt es Rainbow-Croissants. Hauptsache bunt. | © picture alliance / dpa

Essen & Trinken Diese sieben angesagten Food-Trends begeistern das Netz

Pinkfarbene Ananas, Croissants in Regenbogenfarben und Sushi in Donutform - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Julia Gesemann

Zeig‘ mir, was du isst und ich sag dir, wer du bist. Klassische Lebensmittel wie Äpfel, Kartoffeln und Schnitzel verlieren an Attraktivität. Das, was in unserem Magen landet, muss immer außergewöhnlicher sein. Täglich erscheinen bei Instagram Fotos neuer Food-Trends. Denn längst müssen die Leckereien nicht mehr nur gut schmecken - vor allem müssen sie außergewöhnlich oder farbenfroh aussehen. Sieben Beispiele: 1. Latte Macchiato in Avocados Kaffee aus Biomüll - überspitzt gesagt. Die Avolatte ist der neueste Trend unter den Hipstern. Avocado als Frucht ist derzeit schon ziemlich angesagt und findet sich auf Burgern, in Dips und in Sushi wieder. Nun gibt es die Steigerung: Ausgehöhlte Avocados werden mit frischem Latte macchiato befüllt. Die Milchschaum-Kunst obendrauf darf natürlich nicht fehlen. Was eigentlich als Scherz des australischen Baristas Jaydin Nathan gedacht war - er postete ein Video von der Herstellung einer Avolatte auf Instagram - ging in kürzester Zeit viral. Und die Avolatte wird nun überall auf der Welt kopiert. Übrigens: Schmecken soll das Ganze nach einem normalen Latte macchiato. Nur beim Trinken muss man vorsichtig sein, die ausgehöhlte Avocado ist ziemlich instabil. Wiederverwertung gut und schön - aber irgendwo muss man auch eine Grenze ziehen. Ein Beitrag geteilt von Truman Cafe (@trumancafealbertpark) am 11. Mai 2017 um 14:02 Uhr 2. Coffee in a Cone Bleiben wir beim Kaffee. Der wird mittlerweile nicht nur in ausgehöhlten Früchten serviert, sondern auch in Eiswaffeln. Ja, richtig gelesen. Coffee in a Cone nennt sich das Ganze dann, eingedeutscht: Waffelkaffee. Erfunden wurde diese Spezialität von Barista Dayne Levinrad in Johannesburg. Der hatte keinen an der Waffel, sondern einfach mal Lust auf was Neues, das auch noch Instagram-tauglich schön aussieht. Und so wird der Kaffee (oder der Cappuccino oder der Espresso) aus dem Eishörnchen getrunken. Damit nichts durchsuppt, ist dieses von innen mit Schokolade bestrichen. Trinker haben laut Levinrad so nun rund 10 Minuten Zeit für den Kaffeegenuss - dann schmilzt die Schokolade und die Waffel weicht auf. Wer's braucht, muss derzeit noch nach Südafrika reisen. Aber vielleicht gibt es den Waffelkaffee auch schon bald bei uns. Ein Beitrag geteilt von Coffee in a Cone - Australia (@coffeeinaconeaus) am 27. Mai 2017 um 18:34 Uhr 3. Rainbow-Croissants Zum guten Kaffee gehört auch das passende Gebäck. Eine der letzten Ergänzungen zum Instagram- Frühstückstisch sind die Rainbow-Croissants. Vergessen sind die Bagels und Toasts in Regenbogenfarben, das war gestern. Erfunden hat die farbigen Croissants Sarah Barber, Konditormeisterin im Londoner Hotel Café Royal in der Regent Street. Zwei Tage muss sie rühren, kneten und backen, damit die Croissants fertig sind - inklusive Füllung aus Kirschmarmelade. Klingt lecker, sieht aber gewöhnungsbedürftig aus. Ein Beitrag geteilt von Hotel Café Royal (@hotelcaferoyal) am 6. Mai 2017 um 6:59 Uhr 4. Cronut Immer nur Croissants zum Frühstück, das ist doch auf Dauer langweilig. Dachte sich auch Franzose Dominique Ansel. So erfand er in seiner Bäckerei im New Yorker Stadtteil Soho den Cronut - eine Mischung aus Croissant und Donut. Zugegeben, das ist schon knapp vier Jahre her, aber noch immer stehen die Menschen Schlange für dieses Gebäckteil, weil es so gefragt ist. Es ist kreisrund mit einem Loch in der Mitte wie ein Donut, hat aber einen croissantähnlichen Teig, eine Creme-Füllung und eine Glasur. Monatlich gibt es bei Dominique Ansel eine neue Geschmacksrichtung, zum Beispiel Blaubeere-Holunderblüte mit Limettenzucker. Die Herstellung des Cronuts dauert bis zu drei Tage, weil der Teig lange ruhen muss. Deshalb gibt es bei Ansel auch immer nur eine begrenzte Stückzahl - und entsprechend lange Warteschlangen. Ein Cronut kostest 5,50 Dollar, manche New Yorker bezahlen zusätzlich Menschen, die für sie vor der Bäckerei anstehen. Ansel hat sich das Rezept patentieren lassen. Ein Beitrag geteilt von dominiqueansel (@dominiqueansel) am 5. Jun 2017 um 7:51 Uhr 5. Sushi-Donut Sushi ist beliebt, immer mehr Restaurants eröffnen auch in OWL. Der neueste fischige Trend sind nun die Sushi-Donuts. Erfunden hat sie Sam, die auf ihrem Instagram-Account tausende Follower an ihren veganen Essenskreationen teilhaben lässt. Ihre Sushi-Donuts kommen also ohne Fisch daher, sehen aber deshalb nicht weniger gut aus. Eine Donut-Form sorgt dafür, dass Kokosnuss-Öl und kalter Sushi-Reis in die richtige Ring-Form gepresst werden. Dekoriert werden die Donuts dann mit schwarzem Sesam, Ingwer, Wasabi, Cashew-Mayo und Avocado. Der Fantasie sind dabei aber keine Grenzen gesetzt. Und Fischliebhaber können natürlich Thunfisch, Lachs und Garnelen ergänzen. Ein Beitrag geteilt von SAM (@sobeautifullyreal) am 24. Nov 2016 um 10:02 Uhr 6. Pinkfarbene Ananas Pink, sie ist tatsächlich pink! Die Obstproduzenten Del Monte und Dole verkaufen gemeinsam eine extrasüße Ananas, die ein pinkfarbenes Fruchtfleischt hat. Angebaut wird sie in Costa Rica und auf Hawaii. Schon seit 2005 arbeitet Obstproduzent Del Monte an der Entwicklung der Pink Pineapple - lange vor dem Trend der farbigen Lebensmittel. Nun sind bei Instagram überall Bilder der "Rosé" zu sehen. Doch wie wird eine gelbe Ananas pink? Der Ananas-DNA wird eine große Menge an Lycopin zugeführt. Dieses natürliche rote Pigment ist am weitesten verbreitet, gehört zur Klasse der Carotinoide und ist in hohen Konzentrationen auch in Tomaten oder Wassermelonen zu finden. Es wird dazu verwendet, Lebensmittel einzufärben - und macht nun auch die Ananas pink. Die Food and Drug Administration hat im Dezember ihre Genehmigung erteilt, damit darf die genetisch veränderte Pink Pineapple offiziell verkauft werden. Ein Beitrag geteilt von The Gourmand and Gourmet (@gourmandgourmet) am 5. Jan 2017 um 21:06 Uhr 7. Eis - gleich zwei Trends Eis erfindet sich dieses Jahr auch gleich neu. Nach schwarzer Eiscreme aus Aktivkohle oder Regenbogen-Eis gibt es nun Eis im Zuckerwattemantel und - halten Sie sich fest - Pommes mit Softeis. Fangen wir mit letzterem an: In Australien (der Kontinent scheint das Mekka der kreativen Food-Trendsetter zu sein) werden frittierte und gesalzene Kartoffelsticks nun mit Eis serviert. Pommes rot-weiß kann ja schließlich auch jeder. Im Devon Café in Sydney gibt es die "Ice'n'Fries" mit einem Eis-Topping in den Geschmacksrichtungen der grünen Tees Matcha oder Hojicha. Sieht gewöhnungsbedürftig aus. Dagegen macht das Eis im Zuckerwattemantel auf Fotos mehr her. Das gibt es bei "Milk Train" in London zu kaufen. Dabei wird die schnöde Eiswaffel mit Zuckerwatte umhüllt, die Eiskugeln schweben also auf einem süßen Wölkchen. Dazu gibt es Toppings wie Popcorn, Oreo-Kekse oder Schokosauce. Da fällt sicherlich jeder ins Zucker-Koma. Ein Beitrag geteilt von Devon Cafe (@devoncafe) am 18. Mär 2017 um 15:26 Uhr Ein Beitrag geteilt von M I L K ☁ T R A I N (@milktraincafe) am 6. Jun 2017 um 3:41 Uhr

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